Trau, schau, wem – online sicher einkaufen
Veröffentlicht 2018-09 · Zuletzt aktualisiert 06/2026
Besonders wenn Du in einem Dir unbekannten Shop zum ersten Mal einkaufst, ist Vorsicht angebracht: Sogenannte Fake-Shops kassieren per Vorkasse und liefern nie – oder schicken gefälschte Markenware. Mit dieser Checkliste prüfst Du jeden Shop in wenigen Minuten.
1. Stimmt die Shop-Adresse?
Fake-Shops sind manchmal exakte Nachahmungen bekannter Original-Shops. Vorsichtig solltest Du immer sein, wenn Du eine Shop-Seite über einen Link in einer E-Mail oder einer Social-Media-Anzeige geöffnet hast. Achte auf verdächtige Domainnamen (z. B. „amazonia-shop.com” statt „amazon.de”).
Im Zweifel: Such den offiziellen Shop-Namen bei Google oder Bing. Stimmt die Domain im Suchergebnis nicht mit der überein, auf der Du gerade bist, kannst Du von einem Fake-Shop ausgehen.
2. Ist der Preis realistisch?
Ist der Preis im Vergleich zu allen anderen Anbietern auffällig niedrig, ist das ein Alarmsignal. Über Preisvergleichsseiten findest Du heraus, was der Artikel üblicherweise kostet. Gilt: zu schön, um wahr zu sein – Finger weg und lieber einen renommierten Shop wählen.
3. Welche Zahlungsarten werden angeboten?
Bietet ein Shop ausschließlich Vorkasse an, bestell dort nicht. Seriöse Shops bieten sichere Zahlarten wie Rechnung, Lastschrift oder PayPal.
Tückisch: Manche Fake-Shops zeigen erst viele Zahlarten an – und beim Bestellabschluss erscheint die Meldung, die gewählte Zahlart sei „vorübergehend nicht verfügbar”, nur Vorkasse gehe. Brich den Kauf in dem Fall ab.
Generell gilt für die Wahl der Zahlungsart:
- Rechnung: das geringste Risiko – Du prüfst die Ware, bevor Du zahlst.
- Lastschrift: kann bis zu acht Wochen ohne Angabe von Gründen zurückgebucht werden.
- PayPal & Co.: Käuferschutz und keine Weitergabe Deiner Bankdaten an den Shop.
- Kreditkarte: im Betrugsfall Chargeback über Deine Bank möglich.
- Vorkasse: nur bei Shops, denen Du wirklich vertraust.
4. Sind Impressum und AGB vorhanden?
Ein fehlendes Impressum ist bei deutschen Shops ein K.-o.-Kriterium. Im Impressum stehen normalerweise Anschrift, Vertretungsberechtigter, Umsatzsteuer-ID und Handelsregisternummer (z. B. „HRB 123456”). Mit der Registernummer kannst Du den Eintrag im Handelsregister prüfen – kein Treffer, kein Kauf.
Auch ein Blick in die AGB lohnt: Auffällig viele Rechtschreibfehler deuten auf maschinelle Übersetzung hin – ein typisches Fake-Shop-Merkmal.
5. Gibt es unabhängige Bewertungen?
Bewertungen im Shop selbst können gefälscht sein. Suche stattdessen auf unabhängigen Portalen (z. B. Trustpilot) und in Foren nach Erfahrungen mit dem Shop – und achte dabei auf das Gesamtbild, nicht auf einzelne Extrembewertungen.
6. Werden Gütesiegel korrekt verwendet?
Anerkannte Gütesiegel stammen u. a. von Trusted Shops, TÜV Süd und EHI. Prüfe die rechtmäßige Verwendung per Klick auf das Siegel: Es muss sich eine Bestätigungsseite beim Siegel-Aussteller öffnen. Ein bloßes Siegel-Bild ohne Verlinkung ist wertlos – und schnell kopiert.
7. Der Fake-Shop-Finder
Die Verbraucherzentralen betreiben einen kostenlosen Fakeshop-Finder: URL eingeben, Risikoeinschätzung erhalten. Bei unbekannten Shops ein sinnvoller letzter Check vor der Bestellung.
Billys Merksatz: Ein einzelnes Warnsignal heißt nicht automatisch Betrug – aber zwei oder mehr aus dieser Liste sollten Dich den Kauf abbrechen lassen. Shops, die wir auf billigster.shop empfehlen, haben diese Prüfung übrigens schon hinter sich.